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Fantastische Karten

zu legendären Geschichten

Karten beschreiben nicht nur die Welt, in der wir leben. Sie ermöglichen es uns auch, Welten zu erschaffen, die es real nie gegeben hat.

Jost Schmid-Lanter

Impressum

Kooperation
Ex Carta
Kuration
Jost Schmid Helen Sunderland Laura Glöckler Stefan Egli
Leihgaben
Ex Carta Archives de la Ville de Neuchâtel
Unterstützung
Lukas Ritzel Lauterbrunnen Tourismus Alpen-Werk Angelika Principe Maja Günthard
Aufbau
Sophie Gomes Sara Kupferschmidt Kerstin Ebenau Roger Sutter
Konservatorische Arbeiten
Bestandserhaltung Zentralbibliothek Zürich
Ausstellung online
Laura Glöckler
Kartografie
Katharina Henggeler
Gestaltung Drucksachen
Madeleine Stahel
Begleitpublikation
Verlag Cartographica Helvetica
Film in Ausstellung
Storyhouse
Öffentlichkeitsarbeit
Caro Communications, Marketing und Kommunikation Zentralbibliothek Zürich, Laura Glöckler

Ausstellungsteil Lesesaal Publikumstrakt

Fotografie • Digitalisierung • Reproduktion
Digitalisierungszentrum Zentralbibliothek Zürich
Gestaltung D&D-Set • 3D-Druck
Jan Juchli
D&D-Texte und Spielleitung
Lisa Weigelt
Tolkien-Bibliothek
Micha Rieser Lioba Keller Susanna Truniger
Gestalterische und technische Unterstützung
Stefanie Ehrler IT-Support Zentralbibliothek Zürich

Die Idee zur Ausstellung

Der Geschichtenkessel – Schatzkammer im Predigerchor. © Katharina Henggeler, 2026.

Die Ausstellung Fantastische Karten zu legendären Geschichten basiert auf J.R.R. Tolkiens Konzept des Cauldron of Story, das Geschichten als Ergebnis eines fortlaufenden kulturellen Austauschs versteht: Mythen, Märchen, historische Überlieferungen und literarische Motive werden über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu kombiniert und weiterentwickelt. Dieses theoretische Modell wird auf die Kartografie übertragen und bildet das konzeptionelle Fundament der Ausstellung.

Anstelle einer Einteilung nach Genres oder Medien werden historische und fiktionale Karten in einen chronologischen Dialog gesetzt, wodurch ihre wechselseitigen Einflüsse und die Entstehung fantastischer Erzählwelten sichtbar werden. Die Ausstellung versteht Karten dabei nicht nur als Orientierungshilfen oder Illustrationen, sondern als eigenständige narrative Medien, die Vorstellungen von Raum strukturieren, Geschichten mitprägen und kulturelle Wissensbestände über Zeit und Medien hinweg miteinander verbinden.

Ex Carta

Ex Carta ist die auf fiktionale und weltbildende Kartografie spezialisierte Schwestersammlung der historischen Sunderland Collection. Sie umfasst mehr als 160 gedruckte Karten aus über 700 Jahren und dokumentiert, wie imaginäre Räume seit den ersten gedruckten Darstellungen von Dantes Hölle aus dem Jahr 1506 in Literatur, Film, Rollen- und Computerspielen visuell entworfen, vermittelt und weiterentwickelt wurden.

Einen besonderen Stellenwert besitzen Erstausgaben in der jeweiligen Originalsprache sowie Karten, die als Buchbeilagen, Filmrequisiten, Spielmaterialien, Handbücher oder Plakate überliefert sind. Damit erschliesst Ex Carta fiktionale Karten nicht bloss als Illustrationen, sondern als eigenständige Zeugnisse des Worldbuildings, der Erzählkultur und der Geschichte menschlicher Imagination.

Ausstellungsplakat. © Madeleine Stahel, Zürich 2026.

Für Fantastische Karten zu legendären Geschichten werden erstmals 60 Objekte aus Ex Carta öffentlich präsentiert und mit den kartografiegeschichtlichen Beständen der Zentralbibliothek Zürich zusammengeführt.

Die komplementäre Verbindung beider Sammlungen ermöglicht es, historische Vorbilder und fiktionale Karten unmittelbar aufeinander zu beziehen und dadurch die Wechselwirkungen zwischen geografischem Wissen, visuellen Traditionen und erfundenen Erzählwelten sichtbar zu machen.

Quiz zur Ausstellung

Orientierungsplan. © Katharina Henggeler, 2026.

Willkommen zum Quiz

Die Ausstellung Fantastische Karten zu legendären Geschichten lädt zu einer Reise durch Mythen, Märchen, Utopien und fantastische Welten ein.

Entdecken Sie auf legendären Karten verborgene Details und finden Sie heraus, wie sich unsere Vorstellungen von unbekannten Ländern, versunkenen Reichen und imaginären Welten über Jahrhunderte entwickelt haben.

Neugierig geworden?! Dann machen Sie sich vor Ort auf Entdeckungstour: Versuchen Sie, während Ihres Rundgangs durch die Schatzkammer im Predigerchor die verschiedenen Quizfragen zu beantworten.

Die Antworten verstecken sich direkt in der Ausstellung – manche springen Ihnen sofort ins Auge, andere zeigen sich erst beim zweiten Hinsehen.

Und das Beste daran?! Mit etwas Spürsinn und den richtigen Antworten haben Sie die Chance auf fantastische Preise:

1. Preis: Eine Hotelübernachtung für zwei Personen im Lauterbrunnental inklusive eines unvergesslichen Flugerlebnisses mit dem First Glider in Grindelwald.

2. und 3. Preis: Je ein Rivendell-Relief wie im Lesesaal Publikumstrakt ausgestellt.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Lukas Ritzel/ Initiative Tolkien-Schweiz

Fantastisches Mittelalter

Macrobius Ambrosius Theodosius (gest. nach 430), Zonenkarte, Schweiz/Süddeutschland 10. Jahrhundert. © Zentralbibliothek Zürich, Ms Car C 122, fol. 38v.

Mittelalterliche Weltbilder

Mittelalterliche Karten dienten nicht in erster Linie der geografischen Orientierung, sondern der Darstellung einer göttlich geordneten Welt. Sie verorteten Erzählungen aus Geschichte, Religion und Mythologie im Raum und vermittelten ein Weltverständnis, in dem die gesamte Schöpfung als Ausdruck eines höheren göttlichen Plans erschien. Karten wurden damit zu Medien, die Wissen, Glauben und kosmologische Ordnung miteinander verbanden.

Fantastische Räume als Teil der Wirklichkeit

Aus mittelalterlicher Perspektive war die Welt von Natur aus voller Wunder. Neben bekannten Landschaften umfasste sie das irdische Paradies, Zugänge zur Hölle, magische Orte sowie wundersame Völker, Tiere und Pflanzen. Diese Elemente galten nicht als reine Fantasie, sondern als glaubwürdige Bestandteile der Schöpfung und machten die Welt zu einem Raum, in dem sich Realität und Imagination durchdrangen.

Monster am Rand der Welt

An den Grenzen der bekannten Welt bevölkerten häufig Monsterwesen und andere aussergewöhnliche Kreaturen die Karten. Sie markierten das Unbekannte, griffen antike und mittelalterliche Überlieferungen auf und verliehen den Darstellungen zusätzliche Autorität. Zugleich verdeutlichen sie, dass mittelalterliche Karten weit mehr waren als geografische Abbilder: Sie verbanden empirisches Wissen mit Erzähltraditionen und machten die Welt zu einer erzählten wie auch kartierten Wirklichkeit.

Im Macrobius-Kommentar zu Ciceros Somnium Scipionis wird die Erde aufgrund klimatischer Bedingungen in bewohnbare und unbewohnbare Zonen eingeteilt.

Dabei wird auch ein grosser, noch nicht bekannter Südkontinent berücksichtigt, dessen hypothetische Existenz auf antike Konzepte zurückzuführen ist.

Hartmann Schedel (1440–1514), Liber chronicarum, Nürnberg 1493. © Zentralbibliothek Zürich, 3.1.

Dantes Höllentopografie steht im Zusammenhang mit mittelalterlichen kosmologischen Ordnungsvorstellungen und erweitert diese imaginativ unterhalb der Erdoberfläche.

1506 wird das Werk Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno erstmals gedruckt und enthält Holzschnitte des Florentiner Architekten Antonio Manetti (1423–1497).

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Bei der ersten in Zürich (für die Froschauer-Bibel) gedruckten Karte wurde die von Vadian umgezeichnete Topografie nach Lucas Cranach (1472–1553) positiv und nicht negativ ins Holz geschnitten. Es entstand beim Druck eine seitenverkehrte Landschaft.

Joachim Vadian (1484–1551), Karte des Heiligen Landes, Zürich 1525. © Zentralbibliothek Zürich, 31 Nv 02: 1.

Thomas Morus (1478–1535), Utopia, Basel 1518. © Ex Carta, EC002.

Thomas Morus (1478–1535), Utopia, Basel 1518. © Ex Carta, EC002.

Thomas Morus (1478–1535), Utopia, Basel 1518. © Ex Carta, EC002.

Utopia entsteht im Zeitalter der europäischen Expansion und der Wiederentdeckungen antiker philosophischer Schriften. Es gehört zu den frühesten bekannten literarischen Werken mit einer explizit fiktionalen Karte. Diese dient – wie auch das utopische Alphabet rechts davon – dazu, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verwischen. Sie trägt darüber hinaus zur Illusion bei, dass Utopia ein realer Ort am Rande der bekannten Welt sei.

Pierre-Daniel Huet (1630–1721), Tractatus de situ paradisi, Amsterdam 1698. © Zentralbibliothek Zürich, WE 263.

Ludvig Holberg (1684–1754), Nicolai Klimii iter subterraneum, Kopenhagen und Leipzig 1741. © Ex Carta, EC012.



Das Werk Nicolai Klimii iter subterraneum von Ludvig Holberg (1684–1754) nimmt spätere Hohlwelt- und Unterwelterzählungen vorweg, wie sie im 19. Jahrhundert etwa bei Jules Verne wiederkehren.

Die Abbildung visualisiert Holbergs imaginären Kosmos mit einer zentralen Innensonne und umlaufenden Welten mit fantastischen Ländern.

Abenteuerromane

Daniel Defoe (1660–1731), Robinson Crusoe (3 Bände), London 1719–1720.

© Ex Carta, EC008.

Daniel Defoe (1660–1731), Robinson Crusoe (3 Bände), London 1719–1720.

© Ex Carta, EC008.

Die Karte als Ausgangspunkt der Erzählung

Mit dem Aufkommen des Abenteuerromans im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Karte zu einem zentralen erzählerischen Element. Bereits Daniel Defoes Robinson Crusoe (1719) zeigt, wie räumliche Orientierung und Handlung eng miteinander verknüpft sind. In einigen Werken entstand die Karte sogar vor der eigentlichen Erzählung und bildete deren konzeptionelle Grundlage – so etwa bei Robert Louis Stevensons Die Schatzinsel. Sie strukturiert den Handlungsraum, lenkt die Reise der Figuren und schafft die räumlichen Voraussetzungen für das Abenteuer.

Räume voller Versprechen

Fiktionale Karten ordnen nicht nur Landschaften, sondern erzeugen auch Erwartungen. Benannte Inseln, Buchten oder Hügel verleihen der dargestellten Welt Tiefe und Atmosphäre, während markierte Orte, Kreuze oder Randnotizen auf verborgene Schätze und unbekannte Geheimnisse verweisen. Auf diese Weise verwandelt die Karte Topografie in ein erzählerisches Versprechen und lädt die Lesenden ein, die dargestellte Welt gedanklich selbst zu erkunden.

Vom Abenteuer zur Science-Fiction

Im 19. Jahrhundert erreichte der Abenteuerroman mit den Werken Jules Vernes einen weiteren Höhepunkt. Seine Erzählungen verbinden Entdeckungsreisen mit wissenschaftlich-technischen Visionen und gelten zugleich als Wegbereiter der modernen Science-Fiction. Diese doppelte Bedeutung spiegelt sich auch in der Ausstellung wider, in der Vernes Werk als Bindeglied zwischen Abenteuerliteratur und Science-Fiction in zwei thematischen Zusammenhängen aufgegriffen wird.

Gerhard Mercator (1512–1594), basiert zum Teil auf erfundenen und abenteuerlichen Reiseberichten: Atlas, sive, Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura, Duisburg 1595, S. 75. © Zentralbibliothek Zürich, 31 Nv 02: 1.

Charlotte Reihlen (1805–1868), Der breite und der schmale Weg, Stuttgart 1890|91. © Zentralbibliothek Zürich, 4 Yl 36: 1.

Die Lithografie Der breite und der schmale Weg gehört zu den in Süddeutschland zeitweise beliebten pietistischen Zweiwegebildern, wobei ein schmaler Weg in das goldene, freudvolle Himmlische Jerusalem führt. Der andere – breitere bzw. bequemere – Weg führt direkt in die Verdammnis.

Abenteuerlicher Lebensweg: Auf halbem Weg (obere Bildhälfte) gibt es immer noch die Möglichkeit, über einen schmalen Steg vom breiten zum schmalen Weg – möglicherweise auch in umgekehrter Richtung – zu wechseln.

Jonathan Swift (1665–1745) spielt hier mit realer und fiktionaler Geografie und kommentiert zugleich europäische Handels- und Kolonialkonkurrenzen. Die schwebende Stadt Laputa ist eine Satire auf die zeitgenössische Wissenschaft sowie politische Eliten.

Japan hingegen ist eines der wenigen real existierenden Länder in Gullivers Reisen. Die Karte zeigt Hokkaidō (Iesso) und die Kurilen-Inseln (Stats Island, Company's Land), im Osten davon die fiktiven Inseln Balnibarbi und Luggnagg.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Als einer der ersten englischen Romane begründet Robinson Crusoe eine bis heute wirkungsmächtige Tradition von Überlebens- und Abenteuererzählungen.

Die Weltkarte von Hermann Moll (1654–1732) erzeugt durch geografische Koordinaten und die Anlehnung an zeitgenössische Reisekarten den Eindruck von aktueller Authentizität.

Daniel Defoe (1660–1731), Robinson Crusoe (3 Bände), London 1719–1720.

© Ex Carta, EC008.

Die Inselkarte nutzt wissenschaftliche Darstellungsformen, um die fiktive Geschichte mit dem empirischen Weltverständnis des frühen 18. Jahrhunderts zu verknüpfen.

Daniel Defoe (1660–1731), Robinson Crusoe (3 Bände), London 1719–1720.

© Ex Carta, EC008.

Gegenüberstellung der Map of Island aus "Daniel Defoe (1660–1731), Robinson Crusoe (3 Bände), London 1719–1720. © Ex Carta, EC008" mit der Karte der fiktiven Robinson-Insel aus "Johann Rudolf Wyss (1781–1830), Der schweizerische Robinson, oder, Der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie: ein lehrreiches Buch für Kinder und Kinderfreunde zu Stadt und Land, Zürich 1812|13. © Zentralbibliothek Zürich,

Gal Sp 473–474".

Die Faltkarte zur fiktiven Robinson-Insel enthält die von der schiffbrüchigen Familie benannten Orte wie Wohnplätze, Buchten und Berge. Sie dient – wie bei Robinson Crusoe – der Orientierung innerhalb der Erzählung und nutzt ähnliche Stilmerkmale, um dem Schauplatz mehr Authentizität zu verleihen.

Johann Rudolf Wyss (1781–1830), Der schweizerische Robinson, oder, Der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie: ein lehrreiches Buch für Kinder und Kinderfreunde zu Stadt und Land, Zürich 1812|13.

© Zentralbibliothek Zürich, Gal Sp 473–474.

Atlantis wird erstmals im Altertum beschrieben. Mit der Antikenrezeption in der Frühen Neuzeit gewinnt die legendäre Landmasse an Faszination.

Der Jesuit Athanasius Kircher (1602–1680) lokalisiert das versunkene Atlantis im Atlantik.

Athanasius Kircher (1602–1680), Mundus subterraneus, Amsterdam 1664.

© Zentralbibliothek Zürich, Y 28 F.

Darauf stützt sich wiederum der schottische Theosoph William Scott-Eliot (1849–1919): Er kartiert den legendären Kontinent während seiner angeblichen "kulturellen Blüte [...] bis zur Katastrophe vor ungefähr 800'000 Jahren."

William Scott-Elliot (1849–1919), The Story of Atlantis: A Geographical, Historical, and Ethnological Sketch: Illustrated by Four Maps of the World's Configuration at Different Periods, London 1896. © Zentralbibliothek Zürich,

SCH F 30030, 2.

I have said the map was the most of the plot. I might almost say it was the whole.

Robert Louis Stevenson

Die Schatzinsel hatte sofort Erfolg und einen grossen Einfluss auf den Abenteuerroman und die Kinderliteratur.

Robert Louis Stevenson (1850–1894) etablierte viele der Standardmotive von Piratengeschichten – darunter das der Schatzkarte. Die Karte zu Treasure Island entstand zuerst, dann erst folgten Stevensons Testentwürfe.

Robert Louis Stevenson (1850–1894), Treasure Island, London 1883. © Ex Carta, EC020.

Kinderliteratur

Aus urheberrechtlichen Gründen können die Exponate zum Genre Kinderliteratur in der Online-Ausstellung leider nicht gezeigt werden. Präsentiert werden hier an deren Stelle andere weltbildnerische "Spielereien", die in der Ausstellung ebenfalls zu sehen sind.

William Morris (1834–1896), The Sundering Flood, London 1898. © Ex Carta, EC027.

Karten als Tor zu fantastischen Welten

Mit der Etablierung der Kinderliteratur als eigenständige Gattung im angelsächsischen Raum nach 1800 gewannen Karten zunehmend an Bedeutung. Sie machten erfundene Schauplätze sichtbar und verliehen ihnen durch eine scheinbar präzise geografische Darstellung Glaubwürdigkeit. So entstanden Welten, die trotz ihres fantastischen Charakters als in sich stimmig und real erfahrbar erschienen.

Orientierung und Identifikation

Fiktionale Karten strukturieren die Erzählwelt, ordnen Figuren und Handlungsorte und schaffen vertraute Räume, in denen sich junge Leserinnen und Leser orientieren können. Indem sie den Wegen der Heldinnen und Helden auf der Karte folgen, werden sie selbst Teil der erzählten Reise. Karten fördern dadurch nicht nur das räumliche Verständnis der Handlung, sondern unterstützen auch die Identifikation mit den Figuren und laden dazu ein, fantastische Welten aktiv zu entdecken.

Die hier dargestellte Utopie des Schlaraffenlandes ist eigentlich eine Dystopie, inspiriert von den zeitgenössischen Finanzkrisen. Sie karikiert die Gier, die von der Gesellschaft Besitz ergriffen hat. Es herrschen Reichtum und Trägheit. Jede Region repräsentiert ein bestimmtes Laster: Völlerei, Trunkenheit, Wollust, Arroganz und Habsucht. Die geografischen Pole stellen dabei den Gegensatz von Tugend und Laster dar.

Matthäus Seutter (1678–1757), Accurata utopiae tabula: das ist der neu-entdeckten Schalck-Welt oder des so offt benannten, und doch nie erkannten Schlaraffenlandes neu-erfundene lächerliche Land-Tabell [...], Augsburg, um 1730. © Zentralbibliothek Zürich, 4 Yl 64: 3.

Allegorische Karten dienen als Projektionsfläche für die Darstellung sozialer Zustände und Prozesse. Sie visualisieren Welten des Geistes und nicht die Geografie der physischen Welt.

Das Genre wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich entwickelt und verbreitete sich anschliessend in den gelehrten Zirkeln Europas.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Edwin Abbot (1838–1926), Flatland. A Romance of Many Dimensions, London 1884. © Ex Carta, EC022.

Flatland – A Romance of Many Dimensions

Diese mathematische Fantasy erscheint unter dem Pseudonym A. Square.

Flatland ist eine Satire auf die viktorianische Gesellschaft, eine Parabel über Wahrnehmung und eine fantasievolle Erkundung höherer Dimensionen.

Der (quadratische) Protagonist wird mit der Existenz einer dritten Dimension konfrontiert, als ihn eine Kugel besucht. Das zwingt ihn, die Grenzen seiner eigenen Welt zu hinterfragen.

Die Karte zu The Sundering Flood gehört zu den frühen modernen Beispielen literarischer Fantasy-Kartografie und steht in einer Tradition, die später für J.R.R. Tolkien und die Fantasy-Literatur bedeutsam wurde.

William Morris (1834–1896), The Sundering Flood, London 1898. © Ex Carta, EC027.

High Fantasy

Lauterbrunnental Anfang des 20. Jahrhunderts.

© Zentralbibliothek Zürich, Ansichtskarten, BE, Lauterbrunnen 2.

Die Erfindung vollständiger Welten

Die High Fantasy zeichnet sich durch eigenständige, vollständig erfundene Welten aus. Diese sogenannten Sekundärwelten verfügen über eine eigene Geografie, Geschichte, Kultur, Religion sowie häufig über magische Systeme. Der Aufbau einer in sich konsistenten Welt – das sogenannte Worldbuilding – bildet die Grundlage der Erzählung und verleiht ihr Glaubwürdigkeit und Tiefe.

Karten als Fundament des Worldbuildings

J.R.R. Tolkien setzte mit dem Aufbau seiner Mittelerde neue Massstäbe für das Genre. Für ihn entstand die Karte nicht als nachträgliche Illustration, sondern bildete den Ausgangspunkt für die Entwicklung von Landschaften, Reisewegen und Handlungssträngen. Seither gehören Karten zu den prägenden Merkmalen der High Fantasy: Sie strukturieren die fiktive Welt, erleichtern die räumliche Orientierung und laden die Lesenden dazu ein, die erzählte Welt über den eigentlichen Text hinaus zu erkunden.

Die Schweiz als Inspirationsquelle für J.R.R. Tolkien

Als 19-jähriger Student begegnete J.R.R. Tolkien (1892–1973) 1911 in der Schweiz einer Landschaft, die sein Werk entscheidend prägen sollte. Insbesondere das Lauterbrunnental hinterliess bei ihm einen tiefen Eindruck. Diese Erinnerung und eine Postkarte dienten ihm später als Bezugsrahmen für den fiktiven Schauplatz von Bruchtal (Rivendell) im Mittelerde-Legendarium.

Bruchtal ist ein elbischer Zufluchtsort von überwältigender Schönheit, abgeschirmt von den weltlichen Wirren.

Während J.R.R. Tolkien (1892–1973) im Berner Oberland war, entstand die Jungfraubahn. Diese Begegnung von Naturgewalt und Technologie ist ein Motiv, das auch Tolkiens The Lord of the Rings durchzieht.

Zusammensetzung Siegfriedkarte mit Situationsplan zur entstehenden Jungfraubahn, Zürich 1896.

© Zentralbibliothek Zürich, 4 Jd 46: 15.

Heinrich Fischer (1820–1886), Panorama de la Scheinigen-Platte, Bern um 1855. © Zentralbibliothek Zürich, S Be Schynige Platte I 10.

J.R.R. Tolkiens Reise 1911

Im Sommer 1911 bereiste der 19-jährige J.R.R. Tolkien (1892–1973) mit der Reisegruppe Brookes-Smith das Berner Oberland und das Wallis. Die Eindrücke dieser Alpenreise prägten seine Vorstellung von Landschaften und Gebirgsräumen und flossen später in die Gestaltung der fiktiven Welt Mittelerde ein.

J.R.R. Tolkiens Eintrag im Bertol-Hüttenbuch

Am 25. August 1911 übernachtete die Reisegruppe in der SAC-Hütte am Col de Bertol. Tolkien verewigte sich dort im Hüttenbuch, das bis heute erhalten ist.

Dieses Dokument verbindet Tolkiens Reise unmittelbar mit einem historischen Zeugnis und veranschaulicht den biografischen Hintergrund seiner späteren kartierten Fantasiewelt.

Gästebuch Bertol-Hütte SAC, Livre de la cabane de Neuchâtel au Col de Bertol (1898–1951). © Archives de la Ville de Neuchâtel, CASNE K 1.1.

Filme • Serien • Games

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026.

© Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Karten als interaktive Erzählräume

Fantastische Welten werden heute nicht mehr ausschliesslich in der Literatur gestaltet, sondern ebenso in Rollenspielen, Videospielen und Filmen. Karten schaffen dabei geografische Kohärenz, unterstützen die Orientierung und verleihen den fiktiven Welten Glaubwürdigkeit. Sie bilden die räumliche Grundlage, auf der Geschichten erzählt, erkundet und erlebt werden.

Karten als gemeinschaftliche Schöpfung

Anders als in literarischen Werken entstehen Karten in vielen Spielen erst während des Spielverlaufs. Neue Orte und Landschaften entwickeln sich aus den Entscheidungen der Mitspielenden und wachsen mit jeder Erweiterung der Erzählung. Karten werden dadurch zum Ergebnis eines kollaborativen Worldbuildings, wie es etwa das Rollenspiel Dungeons & Dragons seit 1974 prägt.

Fan-Communities und die Erweiterung fiktiver Welten

Auch ausserhalb der ursprünglichen Werke tragen Fan-Communities zur Weiterentwicklung fantastischer Welten bei. Sie ergänzen bestehende Geografien, interpretieren Karten neu oder entwickeln sie weiter und werden so selbst zu Mitgestaltenden der erzählten Welt. Karten dokumentieren diesen fortlaufenden Prozess und zeigen, dass fiktive Universen weit über ihre literarischen Ursprünge hinauswachsen können.

Kartografische Inspirationsquellen

Viele moderne Fantasy-Karten erinnern an die Kartografie des 16. Jahrhunderts. Typisch sind kunstvolle Textkartuschen, ikonografische Illustrationen – etwa von Seemonstern – und die Vogelperspektive, in der Gebirgszüge wie Maulwurfshügel erscheinen.

Johannes Stumpf (1500–1577), Europa [südorientiert], in: Landtaflen, Zürich 1562. © Zentralbibliothek Zürich, Res 150: a.

Abraham Ortelius (1527–1598), Islandia, in: Theatrum Orbis Terrarum, Antwerpen 1595. © Zentralbibliothek Zürich, EE 6.

Olaus Magnus (1490–1557), Skandinavien, Basel 1567. © Zentralbibliothek Zürich, 3 Cb 02: 1.

Dungeons & Dragons

Dungeons & Dragons (D&D) ist ein Pen-and-Paper-Rollenspiel, bei dem die Spielenden eigene Figuren erschaffen und gemeinsam eine fiktive Welt erkunden.

Die Spielleitung (Dungeon Master – DM) gestaltet die Umgebung, verkörpert alle weiteren Figuren und führt durch die Handlung, während Würfelwürfe über Erfolg oder Misserfolg vieler Entscheidungen bestimmen.

Auf diese Weise entstehen Abenteuer, die sich durch das Zusammenspiel von Erzählung, Zufall und den Entscheidungen der Spielenden kontinuierlich weiterentwickeln.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Foto: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Science-Fiction

Zukunftswelten zwischen Wissenschaft und Spekulation

Im Unterschied zur High Fantasy beruhen Science-Fiction-Erzählungen nicht auf Magie, sondern auf wissenschaftlichen und technologischen Ideen sowie deren möglichen gesellschaftlichen Folgen. Die Handlung spielt meist in einer zukünftigen Version der realen Welt oder in einem Universum, dessen Phänomene grundsätzlich rational erklärbar bleiben. Karten dienen dabei dazu, neue Planeten, Raumstationen oder zukünftige Landschaften räumlich zu ordnen und komplexe Welten nachvollziehbar zu machen.

Orlando Ferguson (1846–1911), Map of the Square and Stationary Earth, Hot Springs (SD) 1893. © Ex Carta, EC024.

Kartierte Zukunften und fremde Welten

Das Genre umfasst ein breites Spektrum – von den wissenschaftlich inspirierten Abenteuerromanen Jules Vernes bis zu modernen Filmwelten wie Jurassic Park. Auch ausserirdische Lebensformen und fremde Planeten gehören zu seinen prägenden Motiven. So wurden die frühen Vorstellungen von Marsbewohnern unter anderem durch die Fehlinterpretationen der Marsbeobachtungen Percivall Lowells angeregt und fanden ihren Weg in die Literatur und Kartografie imaginärer Welten.

Zwischen Science-Fiction und Fantasy

Die Grenzen zwischen den Genres sind fliessend. Werke wie Frank Herberts Dune oder die Filmreihe Star Wars verbinden wissenschaftlich-technische Zukunftsvisionen mit Elementen der High Fantasy. Insbesondere Star Wars integriert mythische Motive, übernatürlich wirkende Kräfte und archetypische Erzählstrukturen so konsequent, dass sich dafür die Bezeichnung Science Fantasy etabliert hat.

Orlando Ferguson (1846–1911) bezieht sich mit seiner Weltkarte auf die Bibel, die vier Engel an den vier Ecken der Welt beschreibe. Er möchte damit die Theorie des fliegenden Globus lächerlich machen und widerlegen.

Die Karte ist ein Beispiel dafür, dass es seit dem 19. Jahrhundert mit grösster Wahrscheinlichkeit mehr Flach-Erde-Apologeten gibt als während des ganzen Mittelalters.

Jules Verne (1828–1905), Vingt mille lieus sous les mers, Paris 1871. © Zentralbibliothek Zürich, AL 6516.

Karten als Teil der Erzählung

Karten gehören zu den prägenden Elementen vieler Romane Jules Vernes (1828–1905). Häufig entstanden sie nach Entwürfen des Autors selbst, etwa für 20 000 Meilen unter dem Meer oder die fiktive Lincoln-Insel in Die geheimnisvolle Insel.

Teilweise werden sie als scheinbar authentische Expeditionsdokumente inszeniert und mit Datierungen versehen, die sich in die Handlung einfügen. Dadurch sind sie nicht nur Illustration, sondern integraler Bestandteil der erzählten Reise und verleihen den Abenteuern zusätzliche Glaubwürdigkeit.

Jules Verne (1828–1905), Les Voyages Extraordinaires (47 Bände), Paris 1905–1919. © Ex Carta, EC017.

Abenteuer für Generationen

Die Werke Jules Vernes begeistern bis heute ein breites Publikum und wurden vielfach für junge Leserinnen und Leser adaptiert.

Verne verbindet historische Vorstellungstraditionen mit einer neuen, wissenschaftlich geprägten Form fantastischen Erzählens.

Bildnachweis

Abraham Ortelius (1527–1598), Islandia, in: Theatrum Orbis Terrarum, Antwerpen 1595. © Zentralbibliothek Zürich, EE 6.

Athanasius Kircher (1602–1680), Mundus subterraneus, Amsterdam 1664. © Zentralbibliothek Zürich, Y 28 F.

Ausstellungsplakat. © Madeleine Stahel, Zürich 2026.

Charlotte Reihlen (1805–1868), Der breite und der schmale Weg, Stuttgart 1890|91. © Zentralbibliothek Zürich, 4 Yl 36: 1.

Daniel Defoe (1660–1731), Robinson Crusoe (3 Bände), London 1719–1720. © Ex Carta, EC008.

Dante Alighieri (1265–1321), Commedia di Dante insieme con uno diologo circe el sito et misure dello inferno, Florenz 1506. © Ex Carta, EC001.

Der Geschichtenkessel – Schatzkammer im Predigerchor. © Katharina Henggeler, 2026.

Edwin Abbot (1838–1926), Flatland. A Romance of Many Dimensions, London 1884. © Ex Carta, EC022.

Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820), Atlas von der moralischen Welt, Wien 1802. © Ex Carta, EC014.

Gästebuch Bertol-Hütte SAC, Livre de la cabane de Neuchâtel au Col de Bertol (1898–1951). © Archives de la Ville de Neuchâtel, CASNE K 1.1.

Gerhard Mercator (1512–1594), basiert zum Teil auf erfundenen und abenteuerlichen Reiseberichten: Atlas, sive, Cosmographicae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura, Duisburg 1595, S. 75. © Zentralbibliothek Zürich, 31 Nv 02: 1.

Hartmann Schedel (1440–1514), Liber chronicarum, Nürnberg 1493. © Zentralbibliothek Zürich, 3.1.

Heinrich Fischer (1820–1886), Panorama de la Scheinigen-Platte, Bern um 1855. © Zentralbibliothek Zürich, S Be Schynige Platte I 10.

Jan Juchli (geb. 1991), Dungeons & Dragons Minis, Zürich 2026. © Fotos: Chr. Schmid, Zentralbibliothek Zürich.

Joachim Vadian (1484–1551), Karte des Heiligen Landes, Zürich 1525. © Zentralbibliothek Zürich, 31 Nv 02: 1.

Johann Rudolf Wyss (1781–1830), Der schweizerische Robinson, oder, Der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie: ein lehrreiches Buch für Kinder und Kinderfreunde zu Stadt und Land, Zürich 1812|13. © Zentralbibliothek Zürich, Gal Sp 473–474.

Johannes Stumpf (1500–1577), Europa [südorientiert], in: Landtaflen, Zürich 1562. © Zentralbibliothek Zürich, Res 150: a.

Jonathan Swift (1665–1745), Travels into Several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, London 1726. © Ex Carta, EC009.

Jules Verne (1828–1905), Les Voyages Extraordinaires (47 Bände), Paris 1905–1919. © Ex Carta, EC017.

Jules Verne (1828–1905), Vingt mille lieues sous les mers, Paris 1871. © Zentralbibliothek Zürich, AL 6516.

KI-generierte Holzschnitte, erstellt mit ChatGPT Plus (OpenAI). © Bildbearbeitung: Roger Sutter, Zentralbibliothek Zürich.

Lauterbrunnental Anfang des 20. Jahrhunderts. © Zentralbibliothek Zürich, Ansichtskarten, BE, Lauterbrunnen 2.

Logo. © Ex Carta.

Ludvig Holberg (1684–1754), Nicolai Klimii iter subterraneum, Kopenhagen und Leipzig 1741. © Ex Carta, EC012.

Macrobius Ambrosius Theodosius (gest. nach 430), Zonenkarte, Schweiz/Süddeutschland 10. Jahrhundert. © Zentralbibliothek Zürich, Ms Car C 122, fol. 38v.

Matthäus Seutter (1678–1757), Accurata utopiae tabula: das ist der neu-entdeckten Schalck-Welt oder des so offt benannten, und doch nie erkannten Schlaraffenlandes neu-erfundene lächerliche Land-Tabell [...], Augsburg, um 1730. © Zentralbibliothek Zürich, 4 Yl 64: 3.

Olaus Magnus (1490–1557), Skandinavien, Basel 1567. © Zentralbibliothek Zürich, 3 Cb 02: 1.

Orientierungsplan. © Katharina Henggeler, 2026.

Orlando Ferguson (1846–1911), Map of the Square and Stationary Earth, Hot Springs (SD) 1893. © Ex Carta, EC024.

Pierre-Daniel Huet (1630–1721), Tractatus de situ paradisi, Amsterdam 1698. © Zentralbibliothek Zürich, WE 263.

Robert Louis Stevenson (1850–1894), Treasure Island, London 1883. © Ex Carta, EC020.

Thomas Morus (1478–1535), Utopia, Basel 1518. © Ex Carta, EC002.

William Morris (1834–1896), The Sundering Flood, London 1898. © Ex Carta, EC027.

William Scott-Elliot (1849–1919), The Story of Atlantis: A Geographical, Historical, and Ethnological Sketch: Illustrated by Four Maps of the World's Configuration at Different Periods, London 1896. © Zentralbibliothek Zürich, SCH F 30030, 2.

Zusammensetzung Siegfriedkarte mit Situationsplan zur entstehenden Jungfraubahn, Zürich 1896. © Zentralbibliothek Zürich, 4 Jd 46: 15.

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